Programm

„Kinderszenen”

Fricktaler Zeitung (Rheinfelden/Schweiz) 04.04.2003

Wer nun eine Ladung akademischer, abgehobener Musik erwartete, täuschte sich. Die Ladung war zwar geballt und perfekt abgestimmt und virtuos vorgetragen, aber zudem der Programmwahl her äusserst abwechslungsreich, auch mal vergnüglich oder etwas schräg. Dazu mit kurzen, kauzigen Kommentaren oder Zitaten aus der Literatur gespickt, zum Beispiel Wilhelm Busch oder Bertolt Brecht. Von Letzterem zum Beispiel der Schluss eines Verses: «Kartoffeln sind gesund. Ein Kind hält den Mund.» Hm.

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Schwarzwälder Bote, 01.04.2003

„Die vier Musiker leisteten Erhebliches in Qualität der Ausführung, Intonation, Dynamik. Rhythmik, Klangfarbe und musikantischem Schwung.”
„Saxophon kann eben nicht nur in Jazz, Pop, Volksmusik, sondern auch im klassischen Sektor Überzeugendes leisten, wie in diesem Programm deutlich wurde. Eine gute Idee!”

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Westfälische Nachrichten 07.04.2003


Dabei setzten die vier Instrumentalisten einen besonderen Schwerpunkt auf „Kinderszenen", das heißt auf Stücke, die entweder für Kinder komponiert wurden oder die Kindheit der Komponisten
repräsentierten.
… Ob Schumann und Tschaikowsky einen romantischen Blick auf die Kindheit warfen oder Jiddische Traditionals einen, einer Dorfkapelle ähnlichen Klang erzeugten, die Musiker verstanden es, das
Saxophon in seiner gesamten Bandbreite zu nutzen…

…Marcin Langer hatte sich außerdem in die Lage von Videospiel-Komponisten versetzt und eine Gameboy-Fantasy komponiert. Dabei fühlten sich die Zuhörer förmlich in eines dieser Spiele hineinversetzt.…

…Der vollbesetzte Saal war begeistert. Man konnte verklärte Zuhörer und wippende Füße beobachten, ganz zu schweigen von dem begeisterten Applaus, der auf jedes der Stücke folgte.

Katharina Kolitz

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Fränkische Landeszeitung, 10.08.2004

…Hinter berühmten Vorbildern wie etwa dem Rascher-Saxophon-Quartett müssen sich Marcin Langer (Sopransax), Guido Grospietsch (Altsax), Anja Heix (Tenorsax) und Matthias Schröder (Baritonsax) nicht verstecken, sie können hinsichtlich der spieltechnischen Akkuratesse und interpretatorischen Durcharbeitung problemlos mithalten.…
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rot Die Presse

Münstersche Zeitung 16.08.2007

Zu erleben ist das lustige kleine Stück auf der neuen CD „Kinderszenen" des
münsterschen Pindakaas Quartetts. Die vier Saxofonisten haben berühmte Kinder-
Klavierstücke großer Komponisten für ihre Besetzung neu arrangiert.
Und dabei vielfach verbessert.

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CD-Rezension, Clarino Heft 01/2008

Musik von Mozart, Schumann,Ravel, Bartok bis hin zu traditionellen jüdischen Liedern und
Eigenkompositionen spielt das »Pindakaas Saxophon Quartett - dazwischen Texte von Rilke,
Busch, Brecht ...
Was diese Komponisten und Poeten miteinander verbindet? Die Beschäftigung mit dem Kind.
Sie komponierten Musik für oder schrieben über Kinder. Und wie die vier Saxofonisten hören lassen,
ist das Thema »Kind/Kindheit« sehr vielfältig, facettenreich und anregend.
Natürlich sind die meisten Werke arrangiert - was kein Nachteil sein muss. Die vier Musiker fühlen
sich erstaunlich innig in die verschiedenen Epochen, Stile und Blickwinkel ein. Sei es Debussys humoristische »Children's Corner" als Musik für die eigene Tochter, Tschaikowskys verklärte Sichtweise auf die Kindheit in seinem »Kinderalbum«, das jüdische Wiegenlied für ein Kind, dessen Vater ermordet wurde, oder der Schlaflied- Klassiker »La-Le-Lu« - alles klingt, als wäre es für dieses Quartett geschrieben. Und wer sich »Pindakaas«, also »Erdnussbutter«, nennt, der muss sich eine gute Portion »Kindsein« erhalten haben. als

CD-Rezension, Die Tonkunst Jg. 2, Heft 2 (April 2008)

Mit den Themen Kinder und Kindheit setzt sich das Pindakaas Saxophon Quartett auf seiner bei ClassicClips
erschienenen CO auseinander. Werke wie das Mozart zugeschriebene »La tartine de beurre«,
das das Schmieren eines Butterbrotes lautmalerisch durch Glissandi vorstellt, einzelne Nummern aus
Schumanns »Kinderszenen«, die den Titel gaben, aber auch Kinderstücke von Tschaikowsky, Ravel, Bartok, Kabalewskij, Poulenc, Heino Gaze, Chick Corea u. a. spannen einen bunten musikalischen Bilderbogen.
Einfallsreich hat Marcin Langer in seiner »Garneboy-Fantasy« Anklänge an Computerspiele paraphrasiert. Der Charakter der zusammengestellten Stücke an sich, oft für Saxophone sensibel arrangierte Klaviermusik und die präzise und schwungvolle Interpretation machen die Aufnahme zur Gute-Laune CD (CLCL 901, 2007).