„Der Meisterdieb und das Geisterquartett”

Westfälische Nachrichten, 23.09.2008
Münster. Bereits ihre Namen sind klangvoll. Doch das musikalische Zusammentreffen der Klassikerin Johanna Amadea, des Jazzers Charlie „The Duke", des Avantgardisten Kurt Olivier Arnold sowie des poppigen Rocky John Boy erfreute die Ohren noch weitaus mehr. Davon überzeugten sich die vielen Kinder und jung gebliebenen Erwachsenen, die am Sonntag zur.Premiere des Musiktheaters für Kinder, „Der Meisterdieb und das Geisterquartett", zum städtischen Kindertheater Meerwiese kamen.
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Auf fast gespenstische Weise entführten gestern Schauspieler Martin Heim (Paolo Passepartout) und das Pindakaas Saxophon Quartett 680 Kinder in musikalische Epochen von der Klassik bis zur Popmusik. In der Aula des Kapus lieferten sich "Der Meisterdieb und das Geisterquartett" einen raffinierten Schlagabtausch über Bedeutung, Sinn und Schönheit der Musik.
Und erhielten dabei die volle Aufmerksamkeit der Kinder. So leise und doch lebendig ist Kindertheater selten.
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Münstersche Zeitung, 24.09.2008
Das Ungreifbare wurde so im unmittelbaren Musikerlebnis zum wunderbar Begreiflichen. Denn nur eine klingende Musik ist keine Museums-Musik. Dieses Gefühl übertrug sich auf die Kinder, die schnell verstanden, warum der Meisterdieb bald viel lieber selbst Musik machte, anstatt sie zu stehlen.
Mit dem sympathischen Plädoyer für musikalischen Pluralismus endete eine unterhaltsame, sehr sorgfältig inszenierte Aufführung.
.Günther Moseler
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