Der noble Ton ist ihr Markenzeichen. Als
exorbitante Grenzgänger international gefeiert, tritt das Ensemble seit
15 Jahren europaweit erfolgreich auf. Mit Klassischer Musik jenseits gängiger
Kammermusikprogramme und einem guten Schuss Selbstironie eroberte sich das
„Pindakaas Saxophon Quartett“ seinen Platz in der Klassikszene.
Das Ensemble gab Konzerte in Kuwait, Italien, der Schweiz, den Niederlanden und ganz Deutschland und trat im Rahmen wichtiger Int. Festivals auf.
Das Quartett pflegt bei seinen Konzerten
eine Präsentationsform, die zum einen unterhaltsam informiert über
Werke, Bearbeitungen und das Ensemble, zum anderen den Kompositionen dank
zeitgemäßer Stilistik und sensibler Interpretation gerecht wird.
Beim Int. Meisterkurs „Kammermusik mit Saxophonen” in Unna wurden
die Musiker mit dem „Kulturpreis” ausgezeichnet.
Unter dem Titel "VOYAGE" geleitet
das Ensemble seine Hörer durch rund sechs Jahrhunderte Musikgeschichte.
Dass hiermit das Saxophon Klangwelten erschließen kann, die von mittelalterlichen
Fanfaren und Zinken wie beim "Agincourt Song" (Trad.) bis
zu orgel- und orchesterähnlichen Klängen wie bei Werken von Johann
Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel reichen, liegt an der enormen
Variabilität des Instruments.
Zusammen mit dem Countertenor Joachim Diessner
von Isensee präsentiert das Quartett Renaissance- und Barocklieder von
John Dowland (u.a. „Flow my tears“, „Come again“)
und Henry Purcell („Music for a while“). Die damals übliche
Lautenbegleitung übernehmen bei dem Programm „DIALOG” und
auf der gleichnamigen CD (FCD 20020) die Saxophone.
Das Thema Stimme und Saxophon greift das Ensemble auch in verschiedenen Kanons
von Arnold Schönberg auf. Den Brückenschlag zur Moderne bilden zusammen
mit der Saarbrückener Klezmersängerin Ruth Boguslawski jiddische
Lieder aus dem Ghetto Wilna.
Auf der ebenfalls 1999 erschienen CD "BRAUSE"
(FCD 20021) stellt das Ensemble mit überwiegend eigenen Bearbeitungen
bekannter Jazz- und Popstücke unter Beweis, dass es auch in der Unterhaltungsmusik
zu Hause ist.
Das jüngste Programm „Kinderszenen”
thematisiert Kindheit aus der Sicht verschiedener Komponisten und Epochen.
Robert Schumann, Bela Bartok, Chick Corea u.a., wie auch Eigenkompositionen
im Verbund mit Texten von Bertold Brecht bis Josef Guggenmoos liefern ein
spannungs- und abwechslungsreiches Bild vom „Kindsein”. Komponisten
und Literaten haben ihre Kindheitserinnerungen, den „Traum der eigenen
Tage, die nun ferne sind” (Adelbert von Chamisso), in faszinierende
Musik und Worte gefasst.

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